Lichtschalter und Steckdosen nachrüsten ohne Stemmarbeiten
Nachträglich einen Lichtschalter oder eine zusätzliche Steckdose zu setzen, klingt zunächst nach einer Baustelle mit Stemmeisen, Bohrhammer und viel Staub. In Mietwohnungen ist das oft gar nicht erlaubt, und in Eigentumswohnungen scheut man den Aufwand, weil Wände aufgestemmt, Leitungen verlegt und anschließend wieder verputzt und gestrichen werden müssen. Es gibt jedoch Wege, die ohne Stemmarbeiten auskommen. Entscheidend ist die richtige Planung vor dem ersten Handgriff.
Am Anfang steht die Frage, wo der neue Anschlusspunkt tatsächlich gebraucht wird. Wer nur eine Steckdose für die Nachttischlampe oder einen Schalter am Bett nachrüsten will, kommt mit einer überschaubaren Lösung aus. Für die Verkabelung bieten sich Aufputzkanäle, Sockelleisten mit integriertem Kabelkanal oder flache Klebeleisten an. Diese lassen sich farblich an die Wand anpassen und fallen kaum auf. Wer die bestehenden Stromkreise nutzen möchte, muss deren Absicherung kennen. Ein Blick in den Verteilerkasten zeigt, welche Leitung wie belastet ist. Wer sich unsicher ist, sollte eine Elektrofachkraft hinzuziehen, denn Arbeiten an der festen Installation sind in Deutschland grundsätzlich meldepflichtig und dürfen nur von qualifiziertem Personal ausgeführt werden. Für alle, die eine mietfreundliche Lösung im Schlafzimmer suchen, lohnt sich ein Blick auf die praktischen Anleitungen von wohntrick.de, wo beschrieben wird, wie sich Steckdosen mit USB-C und Licht ohne Kabelsalat nachrüsten lassen.
Bei den Kabelwegen gilt: kurze Strecken sind besser als lange. Eine Abzweigdose in der Nähe des bestehenden Stromkreises spart Meter und Material. Wer vom Schalter zur Leuchte muss, kann auf Funklösungen zurückgreifen. Funkschalter und funkgesteuerte Steckdosen benötigen keine Verbindungsleitung zwischen den beiden Punkten, sondern arbeiten mit einem Sender und einem Empfänger. Das reduziert den Aufwand erheblich, weil nur der Empfänger an das bestehende Netz angeschlossen wird. Für die Montage selbst reichen dann Schrauben, Dübel und ein wenig Geduld. Aufputzdosen werden mit dem Untergrund verschraubt oder verklebt, die Kabel in den Kanälen verlegt und die Abdeckungen aufgesetzt. Wer sorgfältig arbeitet, sieht am Ende kaum einen Unterschied zu einer konventionellen Installation.
Vor dem endgültigen Anschluss sollte die Spannung geprüft und der Stromkreis freigeschaltet sein. Ein Phasenprüfer oder ein zweipoliger Spannungsprüfer gehört zur Grundausstattung. Nach dem Anklemmen werden alle Verbindungen noch einmal auf festen Sitz kontrolliert, bevor die Sicherung wieder eingeschaltet wird. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich nicht nur Stemmarbeiten, sondern auch Ärger mit dem Vermieter und teure Reparaturen.